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David Guettas KI-Mastering im Test: Schlägt PhasterMaster mein eigenes Master?
Produktion

David Guettas KI-Mastering im Test: Schlägt PhasterMaster mein eigenes Master?

Eines der größten Probleme, wenn man einen mit Suno erstellten Song einfach direkt auf Spotify hochlädt: Er ist nicht laut genug und im Grunde gar nicht gemastert. In den letzten Jahren sind deshalb einige KI-Tools auf den Markt gekommen, die das Mastering enorm erleichtern. Eines der ersten war Ozone von iZotope (dazu gibt es bei mir schon ausführliche Videos), und auch Landr bietet eine Online-Version, bei der man seinen Song hochlädt und ihn gemastert zurückbekommt.

Ständig drängen neue Anbieter nach – und einer, der wirklich spannend aussieht, ist PhasterMaster, präsentiert von David Guetta und Nicky Romero. Das habe ich mir genau angeschaut.

So funktioniert's

Man lädt PhasterMaster als Plugin auf einen neuen Slot – und der Rest ist denkbar einfach. Man muss zunächst gar nichts wissen: einfach auf Analyze drücken und den Song durchlaufen lassen. Bei mir hat das knapp eine Minute gedauert. Danach klickt man auf „Let's hear it".

Was das Tool dann macht: Es stellt eine EQ-Kurve ein, hebt bei Bedarf die Transienten an, legt einen Kompressor darüber und regelt die Stereobreite pro Frequenzbereich – im Bass geht es etwas mehr Richtung Mono, in den Höhen etwas mehr Richtung Stereo. Am Ende bringt ein Limiter das Ganze auf den Maximalpegel. All diese Einstellungen kann man natürlich nachjustieren.

Für meinen Geschmack ist das Resultat meist einen Tick zu laut – aber genau das lässt sich einfach zurückdrehen. Für EDM wären für mich etwa −7 dB angenehm; ich kenne allerdings einige David-Guetta-Tracks, die eher bei −6 liegen. Bei nicht-EDM kann man noch weiter zurückgehen.

Der direkte Vergleich

Jetzt das Spannende: PhasterMaster gegen die Version, die ich selbst gemastert habe. Und ich sage es nur ungern – im Zweifelsfall klingt PhasterMaster besser. Von den Frequenzen her sieht es richtig gut aus.

Was mir nicht gefällt: In der automatischen Einstellung war es rund 1 dB lauter als mein Master – das muss nicht sein und macht den Vergleich unfair. Regelt man PhasterMaster um dieses eine dB zurück, hört man auf gleicher Lautstärke, und der Vergleich ist ehrlich. Trotzdem: Das Ergebnis ist stark.

Mein Fazit

PhasterMaster ist ein beeindruckendes Werkzeug – schnell, einfach und klanglich auf einem Niveau, das man von einem Ein-Klick-Tool nicht erwarten würde. Wichtig bleibt: Nicht blind übernehmen, sondern nach Geschmack und Genre nachregeln – gerade beim Pegel. Als schneller Startpunkt oder Vergleichsmaßstab zum eigenen Master ist es aber jetzt schon extrem nützlich.

Welche Version hätte dir besser gefallen – KI oder von Hand? Schreib es mir gern in die Kommentare unter dem Video.